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Substanzerhaltende Flachdachdsanierung

Substanzerhal­tende Flachdach­sanierung

Substanzerhaltende Flachdachsanierung als wirtschaftliche Alternative zum Komplettabriss.

Substanzerhaltende FlachdachsanierungEntgegen aktuellen Erkenntnissen aus der Praxis, werden häufig auch heute noch viele Flachdachsanierungen unnötigerweise mit Komplettabriss des alten Dachaufbaus („Kahlschlag-Sanierung“) angeboten und durchgeführt – meist wegen unbegründeter Bedenken auf Grund mangelnder Sanierungserfahrung der Dachdecker.

Alte Dämmstoffe, die in ihrer Substanz nicht durch Feuchtigkeit geschädigt worden sind, sollten aus Gründen der Abfallvermeidung und des hohen Restwärmeschutzes wenn möglich im Flachdachaufbau erhalten bleiben.

Für den Gebäudebesitzer liegt der Nutzen darin, dass die Abriss- und Entsorgungskosten bei einer Flachdachsanierung entfallen und die gegebenenfalls zusätzlich aufzubringenden Dämmstoffstärken geringer ausfallen können.

Eine substanzerhaltende Flachdachsanierung erfordert zwingend die genaue Analyse des vorhandenen Dachaufbaus sowie für diesen Zweck geeignete und erprobte Sanierungsverfahren für das Flachdach.

Soll der alte Flachdachaufbau bestehen bleiben, sind im Vorfeld u.a. folgende Fragen zu klären:


Art und Zustand der tragenden Unterkonstruktion / Dachdecke:

  • sind Schäden an der tragenden Unterkonstruktion vorhanden?
  • ist eine ausreichende Tragfähigkeit der Unterkonstruktion (Statik) gewährleistet?
  • ist eine Schädigung der Unterkonstruktion / Dachdecke (vor allem, wenn diese aus Holz oder Holzwerkstoffen besteht!) durch im Dachaufbau vorhandene Feuchtigkeit zu erwarten?
  • sind gegebenenfalls toxologisch bedenkliche Stoffe im Dachaufbau enthalten (z.B. Asbest, teerhaltige Stoffe etc.), die eine Erhaltung des alten Flachdachaufbaus grundsätzlich ausschliessen?
  • gibt es Probleme mit Materialunverträglichkeiten (z.B. bei PVC-Material) zwischen Alt- und geplantem Neuaufbau?

Prüfung der bauphysikalischen Gegebenheiten:

  • sind bauphysikalische Probleme (Tauwasserschäden, erhebliche Energieverluste durch Konvektion) vorhanden?
  • ist eine Dampfsperrschicht vorhanden?
  • ist eine dachseitige Dampfsperre unter den vorhandenen Bedingungen zwingend erforderlich?
  • ändern sich ggf. die Klimabedingungen durch eine geplante Nutzungsänderung des Gebäudes?
  • rechnerischer Tauwassernachweis des geplanten Dachaufbaus unter Berücksichtigung der vorhandene bzw. zukünftigen Klimabedingungen

Prüfung des Dachaufbaus auf eingeschlossene Feuchtigkeit:

  • ist Feuchtigkeit im Flachdachdachaufbau vorhanden? Ist die Wärmedämmschicht durchfeuchtet?
  • Ursache der Durchfeuchtung:
    • von außen in den Dachaufbau eingedrungenes Regenwasser?
    • Tauwasser durch mangelhafte Bauphysik? (unter normalen Klimabedingungen bei einschaligen Flachdächern in der Praxis eher selten)
  • Menge der Feuchtigkeit im Flachdach (überschläglich): Leicht feucht, nass oder Dachaufbau „abgesoffen“?
  • flächenmäßiger Umfang der Durchfeuchtung: Punktuell oder großflächig (nur Teilflächen oder gesamte Fläche betroffen?)
  • Lage der Feuchtigkeit in der Dachfläche
  • Anordnung der Feuchtigkeit im Dachschichtenpaket, z.B.
    • auf der tragenden Dachdecke / Dampfsperre
    • in der Wärmedämmschicht (unten / oben)
    • direkt unter der Abdichtung / zwischen den Lagen bei mehrlagigen Abdichtungen
  • ist ein sehr hoher Feuchtigkeitsgehalt im Flachdachdachaufbau unter den gegebenen Umständen noch akzeptabel?

    Bei sehr starker Durchfeuchtung der Dämmschicht (Wassersättigung) muss davon ausgegangen werden, dass die Feuchtigkeit noch lange Zeit im Dachaufbau verbleibt, extrem feuchte Wärmedämmung trocknet unter Umständen nur langsam aus.

    Abhängig von der baulichen Situation können erneute Feuchtigkeitsschäden auch längere Zeit nach Fertigstellung der neuen Sanierungsabdichtung nicht ausgeschlossen werden.

    Durch Auflast (z.B. Umräumen der Kiesschüttung bei Dachdeckerarbeiten, Begehen, Wasser- und Schneeauflast) kann eingeschlossenes Wasser aus der Dämmung herausgedrückt werden und gegebenenfalls nach unten abtropfen. Je nach Umfang der Dämmstoffdurchfeuchtungen (punktuell oder großflächig) muss in Absprache mit dem Bauherrn individuell entschieden werden, ob substanzerhaltend saniert werden kann.

    Ist der Dachaufbau auf der gesamten Flachdachfläche „abgesoffen“ und die Dämmschicht vollständig wassergesättigt (flüssiges Wasser steht in der Flachdachdämmung), wird man sich in gerade bei kleineren Flachdachflächen mit dünnen Dämmstoffschichten (vergleichsweise geringer wirtschaftlicher Vorteil durch Erhalt des Altaufbaus) in der Praxis meist für eine Flachdachsanierung mit Komplettabriss und Erneuerung des Dachaufbaus entscheiden.
  • lässt sich ein Teil der Feuchtigkeit mit vertretbarem Aufwand aus dem Dachaufbau entfernen, z.B. durch Absaugen von Standwasser von der Dampfsperre?

    (Eine mechanische Trocknung der Flachdachdämmung, z.B. mit Warmluft, ist in den meisten Fällen nicht praktikabel oder mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden und damit wirtschaftlich nicht sinnvoll; Versuche, den Flachdachaufbau mit Hilfe von Dachlüftern kurzfirstig auszutrocknen, haben sich in der Praxis nicht bewährt.)
  • Art und Zustand der Wärmedämmschicht: Schädigung der Dämmung durch dauerhaften Feuchtigkeitseinfluss, z.B.
    • Verrottung von nasser Korkdämmung oder durchfeuchteten Holzfaserdämmstoffen
    • Minderung der Druckfestigkeit bei durchfeuchteter Mineralfaserdämmung
    • geringe Restdämmwirkung durch hohen Feuchtigkeitsgehalt bei durchnässter PUR-Dämmung
  • bei Feuchtigkeit in der alten Wärmedämmung, wenn diese erhalten bleiben soll:
    • Ermittlung des masse- und volumenbezogenen Feuchtigkeitsgehalts der Flachdachdämmung
    • Bemessung der Zusatzdämmung unter Berücksichtigung der Restdämmwirkung der vorhandenen Dämmung in Abhängigkeit von deren Feuchtigkeitsgehalt
Flachdach Sanierung SubstanzerhaltendSind die Voraussetzungen dafür gegeben, können Flachdächer in der Regel substanzerhaltend ohne kostenintensiven Komplettabriss und unter Nutzung der vorhandenen Dämmschichten saniert werden. Wirtschaftliche und fachgerechte Flachdachsanierungen verlangen eine kompetente und sichere Beurteilung der vorhandenen Bausubstanz – profitieren Sie von unserer Erfahrung. Kontakt


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